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Transfer
Prinzipiell gibt es mittlerweile 4 verschiedene Arten von Buslinien: Die Linee Urbane, Espresse, Esatte und Notturne. Die Namen sind dabei jeweils Programm:
Die verschiedenen Buslinien
Linia Urbana:
Die blauen, "normalen" Stadtbuslinien. Hier werden an den Haltestellen keine festen Abfahrtszeiten angegeben, die Busse verkehren nach einem festen Turnus, Innenstadtlinien oft im Fünfminutentakt. Auf diesen Linien verkehren die klassischen orangefarbenen Busse.
Linia Espressa:
Die grünen Expresslinien. Diese Linien verbinden besonders wichtige Ziele miteinander (etwa die Linie 40 zwischen Termini und dem Vatikan) und bedienen unterwegs nur wenige Haltestellen. Auf diesen Linien kommen die grün-weißen Gelenkbusse zum Einsatz.
Linia Esatta:
Die dunkelroten, "exakten" Linien. Für diese Linien werden, anders als für die Linee Urbane, an den Haltestellen feste Abfahrtszeiten angegeben. Noch eher selten.
Bus Notturno:
Die schwarzen Nachtlinien
Daneben finden sich noch eine ganze Reihe von Buslinien, die noch nicht in dieses Schema eingepasst sind. Man erkennt sie auf den Haltestellenschildern an ihrer rot-orangenen Farbe. Diese Linien folgen dem gleichen Muster wie die Linee Urbane.
Auf den Haltestellenschildern selbst ist in der Spalte unter der Liniennummer jeweils eine Art "Linienplan" angegeben, der alle Haltestellen auflistet, die bedient werden. Die Haltestelle, an der man sich gerade befindet, ist durch eine rote Umrandung markiert. Haltestellen, die weiter unten stehen, werden noch angefahren. Das ist - hat man sich einmal daran gewöhnt und ein wenig Orientierung in der Stadt gewonnen - eigentlich recht praktisch, weil man an jeder beliebigen Haltestelle sofort erkennt, welcher Bus wohin fährt.
Außerdem finden sich neben den Haltestellen Symbole: Eine Art Kreuz bedeutet Umsteigemöglichkeiten zu anderen Buslinien; das bekannte Metro-Symbol bedeutet - natürlich - Metroanschluss; Das "C" steht für Capolinea, also Ausgangs- bzw. Endstation. Am Ende wird außerdem noch die Uhrzeit der ersten und letzten Abfahrt an der Ausgangsstation angegeben, unterschieden nach Werktagen ("fer." für feriali) und Sonn- und Feiertagen ("fest." für festivi).
Für die allermeisten Buslinien werden keine festen Abfahrtszeiten an den Haltestellen angegeben. Je nach Gegend, die die Linie bedient, und Tageszeit kann der Turnus zwischen 5 Minuten und einer halben Stunde liegen. Im Zentrum sind die Zeitabstände eher kürzer, außerdem kann man oft mehr als eine Linie nutzen, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Lange Wartezeiten sind deshalb (im Zentrum...) eher selten. Natürlich gibt es auch für diese Linien festgelegte Abfahrtszeiten - die erfährt man aber nur an den jeweiligen End-/Abfahrtsstationen oder im Internet.
In den Bussen selbst können keine Fahrkarten gekauft werden. Von den in der Regel vorhandenen drei Türen sollte man den Bus durch die vordere oder hintere Tür besteigen, die mittlere wird zum Aussteigen benutzt. Übervolle Busse sind keine Seltenheit: Fahrgäste werden so lange mitgenommen, wie die Türen sich noch irgendwie schließen lassen. Wie überall gilt es auch hier, Rücksicht zu nehmen: Bieten sie älteren Personen ihren Sitzplatz an (ein in Italien deutlich häufiger als hierzulande zu beobachtendes Verhalten), tragen sie größere Rucksäche nicht auf dem Rücken usw. Besonders in vollen Bussen und auf von Touristen besonders häufig genutzten Linien (46 etwa) sollten sie mit Taschendieben rechnen.
Tram:
Rom verfügt auch über ein - gerade von Touristen viel zu wenig genutztes - Tramnetz, das mittlerweile auf einzelnen Strecken sogar mit modernen Niederflurstraßenbahnen betrieben wird. So kann man etwa mit der Linie 3 (wenn man will, auch noch in Verbindung mit der Linie 19) eine veritable Stadtrundfahrt unternehmen, die einen durch sehenswerte Ecken der Stadt führt, die man sonst sicher nicht gesehen hätte. Die meisten Tramlinien kreuzen sich an der Porta Maggiore, einem Tor der Aurelianischen Stadtmauer, das aus mehreren übereinander geführten Aquädukten besteht.